Erfinder aus unterschiedlichen Disziplinen versammelten sich Anfang Juni in Paris zur 10. Verleihung der Erfinderpreise des Europäischen Patentamts in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission. Die international besetzte Fachjury hatte aus Hunderten Vorschlägen fünfzehn Finalisten ausgewählt. Der Preis wurde in insgesamt sechs Kategorien vergeben.
Der Schweizer Chemiker Andreas Manz wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Dank seiner Lab-on-a-Chip-Technologie ist es möglich, komplexe Analyseprozesse auf einem nur wenige Millimeter kleinen Mikrochip zu bündeln.
Die Technologie eröffnet neue Möglichkeiten im Bereich der medizinischen Analyse und Diagnostik. Das Mikrosystem liefert schnell und unkompliziert Untersuchungsergebnisse und ist damit für den Einsatz in armen oder entlegenen Weltregionen prädestiniert, etwa im Fall von Epidemien.
Andreas Manz: “Der grundsätzliche Vorteil der Lab-on-a-Chip-Technologie ist, dass auf kleinstem Raum alles schneller geht. Das ist das Skalierungsge