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"Dieser Bann wird viele unschuldige Menschen treffen" - Kritik an US-Einreise-Stop

2017-01-30 6 Dailymotion

Anrührende Geschichten, Lob und Kritik: Donald Trumps Entscheidung, den Menschen aus sieben überwiegend muslimischen Ländern die Einreise in die USA zu verwehren, sorgt weltweit für Aufruhr. Die Mutter und alle Großeltern des US-Präsidenten wurden in Europa geboren, wie auch zwei seiner drei Ehefrauen.

Anhänger des US-Präsidenten weltweit sehen in dem Dekret den Anbruch einer neuen Ära, einige fordern sogar eine
Ausdehnung auf weitere Länder.

I lock my front door every night, not because I’m mean & heartless toward those outside, but because I love my family on the inside.— Chris Teis (@PastorChrisTeis) 29. Januar 2017

«Ich schließe jede Nacht meine Tür ab. Ich schließe sie nicht ab, weil ich gemein und herzlos bin gegen die draußen. Ich schließe sie ab, weil ich meine Familie drinnen liebe» (Chris Teis).

POLITIK

In der Politik überwiegt dagegen die Kritik. Die deutsche Kanzlerin
Angela Merkel sagte, auch der Kampf gegen den Terror
rechtfertige in keiner Weise einen Generalverdacht gegen Menschen
anderen Glaubens. Frankreichs Präsident François Hollande hatte Trump zuvor schon dazu aufgerufen, das demokratische Grundprinzip der Aufnahme von Flüchtlingen zu achten.

US-WACHSTUMS-UNTERNEHMEN

Mehrere US-Unternehmen stellten sich offen gegen Trumps Kurs der
Abschottung. Per Tweet gaben ihm contra unter anderem der Unterkunft-Vermittler AirBnB: “Wer vorübergehend Menschen in Not unterbringen kann, bitte hier melden”: http://abnb.co/VH9hWb

If you would like to help temporarily house these people in need, sign up here: https://t.co/y0ctQprO3u

Thank you for your generosity! https://t.co/mIVOqZZ529— Airbnb (@Airbnb) 30. Januar 2017

Travis Kalanick, Chef des Fahrdienstvermittlers Uber, ließ wissen: “Dieser Bann wird viele unschuldige Menschen treffen”, und reservierte 2,8 Millionen Euro für betroffene Mitarbeiter auch Fahrer. Kalanick berät Trump als Mitglied seines Strategic and Policy Forum.

Während einer Protest-Stunde von Taxifahrern am New Yorker Flughafen JFK senkte Uber die Preise.

Our CEO’s reaction to immigration order: “We’ll compensate drivers impacted by the ban pro bono for next 3 months.” https://t.co/meCT1ahEjH— Uber (@Uber) 29. Januar 2017

Bei der weltweit erfolgreichsten Internet-Suchmaschine Google sind fast 200 Mitarbeiter direkt vom Trump-Erlass betroffen. Mehr als 100 Mitarbeiter wurden aus dem Ausland zurückbeordert, aus Sorge, ihnen könnte die Rückreise später verweigert werden. «Es ist schmerzlich zu sehen, wie sich diese Anordnung persönlich auf unsere Kollegen auswirkt», sagt Google-Chef
Sundar Pichai. Er ist ein US-Bürger, der in Indien geboren wurde. Google hat einen 1,9-Millionen-Euro-Hilfsfonds geschaffen, dazu kann nochmal die gleiche Summe von Mitarbeitern kommen.

For generations, this country has been home to immigrants like Sanaz. Her story is playing out all over the country. Google is with you. https://t.co/mllnZ5gNDB— sundarpichai (@sundarpichai) 29. Januar 2017

Sundar Pichai: