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Die Brücke (1959)

2025-12-25 4 Dailymotion

April 1945 – die letzten Kriegstage. In einer deutschen Kleinstadt stehen sieben befreundete, etwa 16-jährige Klassenkameraden kurz vor der Einberufung zur Wehrmacht.
Als die Jungen tatsächlich eingezogen werden, sind ihre Eltern fassungslos. Ihr Lehrer Stern, der dem Krieg ohnehin kritisch gegenübersteht, versucht vergeblich, sich bei Hauptmann Fröhlich für eine Entlassung seiner Schüler einzusetzen. Diese hingegen, ideologisch vorgeprägt, freuen sich auf den ehrenvollen Kampf für das Vaterland. Karl und Walter entfliehen so außerdem den Konflikten mit ihren Vätern.
Bereits in der Nacht nach dem ersten Ausbildungstag wird Alarm gegeben, und auch die neuen, noch unausgebildeten Rekruten sollen in den Kampf gegen die vorrückenden US-Amerikaner geschickt werden. Aufgrund von Befürchtungen, die Jungen könnten die Kampfmoral der ganzen Kompanie schwächen und zum eigenen Schutz, werden sie schließlich zur Verteidigung einer unwichtigen Brücke in ihrem Heimatstädtchen abkommandiert, die ohnehin bald gesprengt werden soll, was sie aber nicht wissen. Sie werden Unteroffizier Heilmann unterstellt, der dafür sorgen soll, dass es nicht zum Kampf um die Brücke kommt.
Als ein feindlicher Tiefflieger die Brücke unter Beschuss nimmt, bleibt Sigi, zuvor von seinen Kameraden ausgelacht, als einziger trotzig stehen, um seinen Mut zu beweisen, und wird tödlich getroffen. Der Tod ausgerechnet des Jüngsten facht den Kampfeswillen der anderen erst richtig an. Als bald darauf die US-amerikanische Panzerspitze erscheint und die von den Jungen vor der Brücke aufgestellten Spanischen Reiter unter Beschuss nimmt, setzen sie den ersten Panzer mit der Panzerfaust in Brand, und es kommt zum Gefecht. Die US-Soldaten besetzen ein zweigeschossiges Haus vor der Brücke als Feuerstellung, in dessen Keller sich deutsche Zivilisten versteckt haben.
Jürgen, der sich in einem Ausguck im Baum postiert hat, wird von einem Scharfschützen erschossen, während er Walter Feuerschutz gibt, der sich durch das Schussfeld in das besetzte Haus vorwagt. Als Walter durchs Fenster mit der Panzerfaust einen zweiten Panzer beschießt, bemerkt er nicht den hinter ihm stehenden deutschen Zivilisten, der ihn vom Schuss abzuhalten versucht. Der Feuerstrahl der Panzerfaust verbrennt ihm das Gesicht, so dass er laut schreiend zusammenbricht. Walter kommt direkt danach durch die Explosion des Panzers selbst ums Leben.
Ein amerikanischer Soldat hat Walters letzte Sekunden im Haus mitbekommen und ist entsetzt darüber, dass sie gegen eine Gruppe Halbwüchsiger kämpfen. Um den Kampf zu beenden, kommt er aus der Deckung und fordert die Jungen in englischer Sprache dazu auf, das Feuer einzustellen und nach Hause zu gehen. Dabei benutzt er mehrmals das Wort „Kindergarten“, das die Jungen als Spott auffassen. Karl feuert in seiner Empörung dem Soldaten eine Maschinengewehrsalve in den Bauch, der daran qualvoll stirbt.