1. Juli 2002, 23 Uhr: Drei Maschinen fliegen im Flugraum Zürich. Ein Fluglotse ist für zwei Arbeitsplätze zuständig, obwohl zwei immer besetzt sein sollen. Das System erhält außerdem ein Softwareupgrade. Das Annäherungssystem STCA und die Telefone funktionieren nicht, das wurde dem Controller nicht mitgeteilt. Daher versucht er auch mehrmals vergeblich eine Airbus an den Flughafen Friedrichshafen zu übergeben. So bemerkt er spät die Annäherung einer Boeing 757 Frachtmaschine, unterwegs von Bergamo nach Brüssel, mit einer Tu-154, unterwegs von Moskau nach Barcelona, auf der gleichen Flugfläche. Der Lotse befiehlt der Tupolew zu sinken – das TCAS fordert, dass die Piloten steigen. Nach den russischen Regeln der Zeit ist der Lotse ausschlaggebend. Die Boeing folgt dagegen ihrer TCAS-Aufforderung zu sinken und informiert den Tower. Diese Nachricht wird von einer zeitgleichen Nachricht der Airbus verschluckt. Über Überlingen stoßen die Maschinen ineinander. 71 Menschen sind tot, darunter 45 SchülerInnen aus Ufa. Das BFU macht klar, dass immer der TCAS-Aufforderung Folge geleistet werden muss. Aufgrund der schlechten Voraussetzung spricht der BFU-Bericht den Fluglotsen von einer entscheidenden Schuld frei. Zwei Jahre später wird dieser von einem Hinterbliebenen, der seine beiden Kinder und seine Frau beim Unfall verloren hatte, ermordet.