Douglas Gordon wuchs während der wirtschaftlich und politisch düsteren Thatcher-Ära im schottischen Glasgow auf und gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Künstlern seiner Generation. Bekannt ist er vor allem für Filme wie Zidane: A 21st Century Portrait, der in Cannes Premiere feierte, und großformatige Videoinstallationen wie 24 Hour Psycho, die mit dem Turner Prize ausgezeichnet wurde. In diesem schonungslos ehrlichen und intimen Film, der die Grenzen zwischen Realität und Performance auslotet, offenbart der Künstler seine Seele und seine persönlichsten Gedanken, während er an neuen Werken arbeitet. In spontanen Handlungen und Unterhaltungen reflektiert er seine voranschreitende Lebenszeit. Als die Beziehung zwischen dem Filmemacher und seinem Protagonisten sich von einer kollaborativen Nähe in Richtung hin zu einer komplexeren Dynamik entwickelt, stellt sich zunehmend die Frage, wer hier eigentlich den Film macht. Das facettenreiche Porträt bezeugt, dass Douglas Gordon alles für seine Kunst zu opfern bereit ist.