#GanzerFilm #Deutsch
Full Moon mal wieder. Heute haben wir’s mit einem Film aus dem Jahr 1997 zu tun, eine Ära des Übergangs für Charles Bands Unternehmung. Der Paramount-Vertriebsdeal lag bereits in der Vergangenheit, aber noch hatte Band genug „clout“, um sich mal hier, mal da Geld zu beschaffen und Filme zu drehen, die man noch als solche bezeichnen konnte, und die auch deswegen etwas teurer aussahen, als sie wirklich waren, weil Band noch Zugriff auf die Castel Studios in Rumänien hatte.
„Hideous!“ bedient natürlich in erster Linie mal wieder Charlies persönlichen Fetisch drolliger (und vermarktbarer) Mini-Monster, aber im Gegensatz zu den meisten anderen Filmen, in denen er sich mit dieser Materie befasst, hat „Hideous!“ den Vorzug, ein richtiges Drehbuch, so mit Charakteren und Zeuch, und einem einigermaßen nachvollziehbaren Grund für das Vorhandensein der mörderischen Zwergungeheuer zu liefern.
Verantwortlich dafür ist Benjamin Carr, Full Moons damaliger Haus- und Hofschreiberling, mit bürgerlichem Namen Neal Marshall Stevens heißend, und unbestreitbar einer der besseren Autoren, die Charlie über die Jahre hinweg beschäftigte. Klar, nichts, was Carr/Stevens für Full Moon schrieb, hat Ewigkeitsanspruch und ein paar Stinker waren auch dabei („Killer Eye“), aber „The Creeps“, „Ragdoll“ oder „Sideshow“ liegen schon deutlich über dem (bekannt niedrigen) Standard von late-90’s/early-00’s Full-Moon-Erzeugnissen (abseits von Full Moon schrieb er die Big-Budget-FX-Extravaganz „13 Geister“ und „Hellraiser: Deader“).